
Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf und die Augen werden ganz gross!!!
Ploetzlich rennt es aus der Gruppe und fliegt foermlich über die grüne Wiese.
Die Pfoten tragen es schneller und immer schneller.
Es hat Dich gesehen!!!
Und wenn Du und Dein Freund einander treffen, nimmst Du ihn in Deine Arme und haeltst ihn ganz fest.
Dein Gesicht wird wieder und wieder geküsst und Du schaust in die Augen Deines geliebten Tieres, das solange aus Deinem Leben verschwunden war, aber nie aus Deinem Herzen.
Dann überschreitet Ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens, um nie wieder getrennt zu sein.
Ich habe jetzt Frieden, meine Seele hat Ruh´,
Tränen braucht es nicht.
Im Gegenteil, denk an das Glück
der Liebe, die uns verband.
Es gibt keinen Schmerz, ich leide nicht
und auch die Angst ist weg.
Mach deinen Kopf für anderes frei
ich lebe in deinem Herzen fort.
Vergiss meinen letzten Lebenskampf
vergiss unseren letzten Streit.
Vergrab dich nicht im Jammertal
sondern freu dich - ich habe GELEBT -MIT DIR.
Dass du sehr traurig, verstehe ich wohl.
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag - mehr als jemals geschehen -
muss Deine Freundschaft das Schwerste bestehen.
Wir lebten zusammen in Jahren voll Glück.
Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück.
Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei.
Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei.
Begleite mich dahin, wohin ich gehen muss.
Nur - bitte bleibe bei mir bis zum Schluss.
Und halte mich fest und red mir gut zu,
bis meine Augen kommen zur Ruh.
Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst Du es wissen,
es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.
Vertraündes Wedeln ein letztes Mal -
Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.
Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist,
der Herr dieser schweren Entscheidung ist.
Wir waren beide so innig vereint.
Es darf nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.
Ein kleiner Hund kam an der Regenbogen-Bruecke an und ein Rudel von Hunden kam sofort zu ihm hingelaufen, um ihn zu begruessen.
Was IST Liebe?, fragte der kleine Hund und Gott lies ihn auf die Erde zurueckkehren um das herauszufinden.
Warm und dunkel, er wartete zusammengekauert mit den anderen darauf, geboren zu werden.
Aengstlich wartete er bis zu letzt, als er dann an den Hinterfuessen herausgezogen wurde.
Unbehaarte Haende hielten ihn vorsichtig und trockneten ihn ab.
Aaaahhh .. so ist es besser! dachte er und trank, bis er erschoepft war und zusammengekuschelt bei seiner Mutter eingeschlafen ist.
Er konnte den Herzschlag des Menschen spueren, der ihn zugedeckt mit einem warmen, weichen Tuch auf den Bauch genommen hatte.
Er wurde groesser und agiler und der Mensch nahm ihn immer oefters aus dem Nest um bei ihm zu schlafen so lange er liebkost und gekuesst wurde und er den Herzschlag hoeren konnte der fest und lieb klang.
Dann kam Gott und fragte ihn: Bist du bereit zu uns auf die Regenbogenbruecke zurueck zu kommen?
Danke Gott, sagte er. Liebe ist WUNDERBAR und nun werde ich auch an der Regenbogenbruecke auf den Menschen warten, um ihr beim eintreffen zu sagen, dass ich sie auch geliebt habe.
Von Joy LaCaille (Du hast die Erlaubnis diese Geschichte weiter zu geben, aber lass bitte mich als Autor mit meiner Mailadresse als Anhang dabei)
Email: lakai@iag.net)
Er war darauf gefasst, dass er nun angegriffen wuerde, aber das war die erste Meute, die nur mit dem Schwanz wedelten.
Anstatt ihn zu beissen, kuessten sie ihn einfach.
Es war wunderschoen da und jeder war ganz lieb zu ihm. Keiner von ihnen wurde in einer *Welpen-Fabrik* geboren, so wie er damals, und dann als Kampfhund benutzt, um dann in der Gosse zu sterben, weil er eine haessliche Promenadenmischung war.
Sie erklaerten, dass sie auf ihre Herrchen warten wuerden, die sie so geliebt hatten.
Sie zeigten ihm, wo es einen warmen Schluck mit warmer Milch gab. Er hatte nicht die Kraft dazu, sich lange an der Zitze festzuhalten.
Seine Brueder und Schwestern waren weitaus kraeftiger als er selbst und stiessen ihn zur Seite. Die Menschenhand drueckte die anderen Welpen ein wenig zur Seite und hielten seinen Koerper, so konnte er trinken.
Ich erinnere mich genau daran sagte er erfreut. Zu dumm, dass ich erwachsen werden musste und hinaus in die Kaelte und Naesse musste um dort zu kaempfen und als Verliererhund sterben musste. Ich erinnere mich, was es heisst ein Hund zu sein. dachte er traurig.
Diese Nacht kroch er auf seine Mutter und versuchte zu trinken, aber er fiel immer wieder zur Seite weg.
Wenn die anderen vollgetrunken waren, dann wurde ihnen der Bauch geleckt und er konnte nur noch die Restmilch trinken, die die anderen uebrig gelassen hatten.
Aber die Menschenhand war nicht da, die ihm geholfen hatte, dass er auch noch was abbekommen hatte, die Zitzen waren immer schon leer, als er an der Reihe war. Es war sogar schon schwer genug, dass er aufstehen konnte. Er war noch so klein und schmaechtig.
Er fiel auf den Ruecken und konnte sich nicht mehr aufrichten. So begann er zu schreien.
Sofort kam ein Mensch herbeigeeilt und sofort war die Menschenhand wieder da und dann gaben sie ihm einen Gumminippel in den Mund.
Es hat nicht so gut geschmeckt, wie die der Mutter, aber es war warm und vertrieb die Schmerzen in seinem kleinen Magen. Er hatte Probleme mit dem Atmen, weil seine Lungen nicht voll entwickelt waren. Er hatte einfach zu lange gebraucht um den anderen in die Gebaermutter zu folgen als er die letzte Chance von der Regenbogenbruecke genommen hatte.
Das hielt seinen knochigen Koerper schoen warm und die wiederkehrenden sanften Streicheleinheiten haben ihn sehr beruhigt.
Er dachte wieder an seinen neuen Freund, der so lieb an der Regenbogenbruecke zu ihm war und Gott fragte, ob er wohl nochmals zurueck duerfte.
Gott sagte : Ja, aber nicht jetzt. Du wolltest erleben, was Liebe ist. So wurde er fuer einige Stunden ( es kam ihm vor wie Tage aber er wusste ja nicht was Zeit ist und es war ja auch dunkel), gaben ihm die Menschen seine Milcheinheiten und gaben ihm die Waerme und Liebe seiner Mutter wieder.
Ja antwortete er, mit einer kleinen Wehmut, weil der Mensch ihn nicht gehen lassen wollte und zu weinen begann.
Er liess die Luft aus seinen Lungen und ging zurueck ueber die Regenbogenbruecke.
Dort schaute er auf den Menschen, der immer noch weinte und seinen Koerper in Haenden hielt, den er sich fuer diesen Ausflug geborgt hatte.
© 2007 by Kersten Moser